25.07.2020

THE DEVIL RIDES OUT (1968)

"The Devil Rides Out" mag zu den verehrten Kult-Hits der legendären Hammer-Studios schlechthin gehören, ich persönlich tue mich mit Genre-Werken, die den Okkultismus ins Zentrum setzen, jedoch meist schwer, muss man in einem solchen meist doch arg viel Hokuspokus ertragen, so auch hier. Sicherlich besitzt dieser britische Beitrag, der bei uns auch unter dem Titel "Die Braut des Teufels" erschien, nicht solch extreme Schwachpunkte, wie sie beispielsweise viele mexikanische Produktionen zu diesem Thema bieten, so ernst wie vorgetragen kann ich diese spezielle Regie-Arbeit Terence Fishers, der auch den gelungenen "Insel des Schreckens" inszenierte und manch berühmtere Klassiker besagten Produktionsstudios, jedoch nicht nehmen. Das überzeugende Spiel der meisten Mimen und ein Gefühl einer wahr existierenden Bedrohung, sorgen dafür, dass der Streifen sich nie zu sehr der Lächerlichkeit preis gibt.

Einer der Höhepunkte ist zweifelsohne das Verharren im geschützten Kreis, während das Böse mit allerlei Täuschung versucht die Personen im Kreis dazu zu bringen, dass sie diesen durchbrechen. Ansonsten ist trotz äußerst professioneller Herangehensweise viel Augenzudrücken angesagt, in diesem naiven, da sehr direkt und intensiv auf sich überholt anfühlende, klassische Grusel-Zutaten zugreifenden, Streifen. Ihm fehlt es am deutlichen Signalisieren einer verschmitzten Mentalität, obwohl ich mir sicher bin, dass er im Zeitgeist seiner Entstehung augenzwinkernd gemeint ist. Die Musik bauscht das Geschehen extremst auf, Kleinigkeiten sorgen bei den Figuren bereits für großes Entsetzen - nein, ernst nehmen kann ich "The Devil's Bride" (Alternativtitel) beim besten Willen nicht. Sympathische, Kurzweile bot er jedoch durchaus.  OFDb

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen