Dienstag, 31. Dezember 2013

CHILLERAMA (2011 Adam Green u.a.)


Ein Autokino wird geschlossen, also lässt der Betreiber ein paar besondere Kurzfilmperlen auf die Besucher los, die uns in einzelnen Episoden vorgestellt werden...


Treffsicher daneben...  

Ein "Godzilla"-ähnliches Monster-Sperma, Hitler der einen Toten wiedererweckt und ein schwuler Werwolf, das klingt alles ziemlich lustig und kultig, ist aber nicht die Art Trash geworden, die meinem Geschmack entspricht. Mal ganz davon abgesehen dass die dritte Idee vom besseren „Curse Of The Queerwolf“ abgeguckt ist, schaut sich „Chillerama“ trotz Genre-Kenntnis und sogar häufig geglückter Verweise selbst auf seine Ideen hin gesehen viel zu infantil. 

Da werden falsche Schwerpunkte gesetzt, welche die beim Massenpublikum sicherlich ankommen, aber weder bei mir noch bei meinen mitleidenden Stammzuschauern in vertrauter Trash-Runde. Mit Sex- und Fäkalwitzchen wird es derbst übertrieben, die Rahmenhandlung nervt extremst, und der Tiefpunkt nach der als solchen vermuteten Schwulenstory ist die glücklicher Weise kürzeste Episode, in der es um Scheiße im wahrsten Sinne des Wortes geht. 

Ziemlich gelungen ist hingegen der vor einfallsreichen Einfällen sprudelnde Hitler-Kurzfilm, an dem es kaum etwas zu meckern gibt. Der Rest ist jedoch derart unterirdisch, dass ich auch mit Wohlwollen keine netteren Worte über "Chillerama" äußern kann. Übler Schund!

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