Freitag, 17. Juli 2015

DIE RÜCKKEHR DES DR. PHIBES (Dr. Phibes Rises Again 1972 Robert Fuest)


Nach drei Jahren Totenschlaf erwacht der wahnsinnige Dr. Phibes, der mit seiner toten Geliebten und einer Helferin nach Ägypten reist, um seine Frau wiederzuerwecken. Doch noch jemand anders ist hinter dem Geheimnis ewigen Lebens her...


Leichenpost...

Zwar schließt „Die Rückkehr des Dr. Phibes“ in seiner ersten Szene nahtlos an die Ereignisse des Vorgängers „Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes“ an, allerdings kommt die Fortsetzung nicht so locker verspielt daher wie das großartige Original. Zu bemüht, fast schon verkrampft, schafft man die Grundlagen der kommenden Geschichte, die viel zu viel Erklärungsnot bedarf und zu holprig erzählt ist, um alle Figuren in Grundposition zu bringen.

Auf die Morde wird erneut viel Wert gelegt, die sind so ungewöhnlich und bestialisch wie bereits jene aus dem morbiden Teil 1, allerdings war die Rachestory als Grundlage für das Zelebrieren der Morde wesentlich geeigneter als das Ausschalten eher zufälliger Widersacher. Zudem besitzt „Im Bund mit dem Teufel“ (Alternativtitel) kaum die skurrile Grundlage des Originals, und das wenige was er davon besitzt hat er meist dem Vorgänger entliehen. Manche dort schräge Ideen werden in der Fortsetzung zum zwingenden Ritual, dem auch gerne mal zu oft nachgegangen wird.

„Dr. Phibes Rises Again“ (Originaltitel) bleibt somit nur eine blasse Kopie des originellen Vorgängers, und das obwohl Produzent Samuel Z. Arkoff als auch Regisseur Robert Fuest wieder mit an Bord waren. Vincent Price spielt zwar wieder mit vollem Einsatz, aber selbst der will in meinen Augen nicht wirklich wirken, vielleicht auch weil der Grundton des Streifens nicht düster genug ausgefallen ist - komödiantische Anlehnung hin oder her. Vielleicht war der Abstand zwischen beiden Teilen auch einfach zu kurz, um erneut so kreative Arbeit leisten zu können wie zuvor. Den Fans war es egal. „Die Rückkehr des Dr. Phibes“ erfreut sich großer Beliebtheit. Allerdings verstehe ich nicht warum. Zumindest kam es nie zu einem Teil 3.


Weitere Reviews zum Film: 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen