Sonntag, 25. Dezember 2016

SPACE OF THE LIVING DEAD (Plaguers 2008 Brad Sykes)


Kurz nachdem die Weltraumcrew eines kleinen Raumkreuzers von sexy Weltraumpiraten belagert wird, löst eine an Bord geschmuggelte außerirdische Energiequelle eine Zombieepidemie aus...


So viel zum Thema alternative Energien...

Wer nicht all zu streng mit Filmen umgeht und auch mal kleinen, innovationslosen Produktionen eine Chance geben kann, der kann von „Space of the Living Dead“ durchaus angenehm routiniert unterhalten werden, und dies trotz enormer Kostengünstigkeit professioneller als ich es nach Lesen des Regisseurs Brad Sykes im Vorspann vermutet hätte, hat dieser bislang doch eher Filme abgeliefert, die sich wie Amateurfilme schauen. Wo sein in der Gothicszene spielender Pseudo-Slasher „Goth“ so gar nicht zu gefallen wusste, da sympathisierte ich hingegen mit der in Fan-Kreisen verhassten „Camp Blood“-Reihe, die drei Jahre vor „Space of the Living Dead“ mit „Within the Woods“ ihre zweite und letzte Fortsetzung beschert bekam.

Jahre nach den ersten beiden Teilen gedreht schaute sie sich noch immer wie eine Amateurproduktion, so dass der nur wenige Jahre später nachgereichte „Plaguers“ (Originaltitel) in seiner professionelleren Umsetzung um so mehr zu verwundern weiß. Nun schaut er sich nicht wie von großen Studios produziert, das zeigen die bereits anfangs billigst umherfliegenden Maschinen im All und im Finale eine amateurhaft am Computer animierte Explosion nur all zu deutlich, aber sämtliche Innenaufnahmen wissen zu überzeugen - sofern man sich an die nicht schauspielern könnenden Püppchen gewöhnen kann, die hier die wichtigsten Rollen bekleiden.

Sie wirken wie aus dem Pornobusiness entliehen und bekommen einfachste Gesichtsregungen nicht überzeugend umgesetzt, so dass der stets routiniert agierende B-Film-Promi Steve Railsback neben ihnen wie ein Profi seines Fachs erscheint. Da man aber weder wegen großartiger Schauspielleistungen, noch wegen einer hochgradig intelligent erzählten Story einschaltet, ist das ziemlich egal. „Zombie Hatebreed“ (Alternativtitel) soll lediglich unterhalten, und das tut er für eine Billigproduktion ganz passabel, wenn auch nicht so kurzweilig ausfallend wie der unter ähnlichen Bedingungen abgedrehte „Alien vs. Zombies“.

Doch was die ein oder andere Länge an Bewährungsprobe für den Zuschauer fordert, wird wieder wett gemacht durch die nett anzuschauenden Monstereinlagen, die ebenso wie ihre blutigen Taten simpelst getrickst sind, aber dennoch zu überzeugen wissen. Den optischen Höhepunkt erreicht „Space of the Living Dead“ dann, wenn am Ende auch endlich der tote Captain erwacht, den wir zuvor niemals lebendig erlebt haben.

Dann schlagen jene Fan-Herzen höher, die ihre Freude mit Videothekenprodukten der 80er und 90er Jahre hatten, so wunderbar glibberig und niedlich ekelig wie diese Kreatur ausgefallen ist, ohne dass ihr dabei besondere Beachtung von Sykes geschenkt wird. Der liefert sowieso nur das Grundlagenprogramm einer immer wieder erzählten Geschichte ab. Aber nachdem sich einer seiner Filme endlich einmal echt, da professioneller umgesetzt, anfühlte, darf man sich schon fragen, warum ausgerechnet dieses Produkt nach 19 Regiearbeiten sein letztes sein sollte. Denn nun ist es schon 8 Jahre lang still um Sykes geworden, dem tapferen Billigfilmer, den meist nicht einmal Bewunderer von Charles Band oder Brett Piper vom Namen her kennen.


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