Zumindest erlaubt sich der Schluss diesbezüglich eine augenzwinkernde Entscheidung, was nicht der einzig augenzwinkernde Moment innerhalb eines Slashers ist, der Campmitarbeitern die Namen Jason und Angela gibt. Kenntniss der Materie war somit vorhanden, was sich jedoch nicht wirklich im handwerklichen Talent widerspiegelt, so simpel und spannungsarm wie der durchschnittlich erzählte "Halloween Camp" (Alternativtitel) ausgefallen ist. Die Täteraufdeckung mag überraschen, ergibt jedoch herzlich wenig Sinn, die Zeit zwischen den Morden wird etwas arg gestreckt und die Verdächtigen sind nicht wirklich interessant charakterisiert. Einzig dass die (diesmal besser besetzte) Heldin stets aufgrund von Indizien immer wieder wen neues hat, den sie der Polizei felsenfest überzeugt als Täter präsentieren kann, besitzt einen individuellen, unfreiwillig komisch anmutenden, Charaktermehrwert, auch wenn dieser sich sicherlich nicht beabsichtigt in das unreflektierte Drehbuch eingefunden hat. "Halloween Camp 2 - Scream If You Wanna Die Faster" (Alternativtitel), der auch unter dem völlig unsinnigen Titel "Halloween Camp - Trevor vs. Jason" erschienen ist, ist jene Art Fast Food-Version einer ohnehin bereits leicht zu konsumierenden Filmrichtung, die lediglich nimmersatten Allesguckern dieser Art Horrorfilm schmecken wird. Aber zumindest ein solches Publikum wird im Gegensatz zum öden Vorgänger diesmal satt. Alle anderen können um "Bloody Murder 2 - Closing Camp" (Originaltitel) getrost einen Bogen machen. Wie zu erwarten verpasst man nichts interessantes, wenn man diesen Genrebeitrag ignoriert. OFDb
Von einem der daheim blieb, um die weiten Welten des Films zu entdecken...
12.12.2021
BLOODY MURDER 2 (2003)
"Bloody Murder 2" mag nur ein magerer Durchschnitts-Slasher unter vielen sein, aber mit diesem schlichten Ergebnis ist er bereits besser ausgefallen als sein Vorgänger "Bloody Murder", der sich noch eine Spur deutlicher am Rezept der "Freitag der 13."-Reihe bediente als es bereits der hier besprochene Streifen tut. Verbesserungen gibt es an allerlei Ecken zu beobachten. So sind die Darsteller diesmal nicht völlig daneben besetzt, sondern auf dem plump funktionierenden Niveau des Vorbilds aus den 80er Jahren. Die Maske des Killers weiß diesmal besser zu wirken, die Morde sind blutiger ausgefallen und selbst die deutsche Synchronisation ist nicht mehr so extremst billig angegangen, wie es noch im Vorgänger der Fall war. Sinnlos kommt freilich auch die Fortsetzung daher, die wieder einmal nichts aus dem Aufhänger des Titels macht, welcher auch der Titel eines Spiels ist, das von Campbediensteten für eine Art Mutprobe gespielt wird. Ebenso vergeigt man es erneut eine Mystik über die Legende des irren Trevor Moorehouse zu legen, erwarten die Verantwortlichen der beiden Streifen doch, dass bereits die Erwähnung einer solchen Legende hierfür ausreichen würde. Dass Trevor nicht der Täter sein kann, macht die Vorgehensweise des Mörders und manch andere Entscheidung des Drehbuchs schnell deutlich, so dass man hier die Chance vergeigt das Mörderraten um diese Möglichkeit zu erweitern oder es gar ganz über Bord zu werfen, wie in so vielen Jason-Filmen geschehen.
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