Freitag, 14. Dezember 2012

ALONE IN THE DARK (2005 Uwe Boll)


Ex-Detective Carnby bekämpft privat Monster und andere dunkle Kreaturen. Zur Zeit häufen sich deren Erscheinungen, weil ein verrückter Professor mit dem Tor zu einer dunklen Welt spielt. Carnby muss sich mit ehemaligen Kollegen arrangieren, um das Ende der Welt aufzuhalten...


Allein in den dunklen Leeren des Hirns...

Der Held dieses Filmes kennt jeden und alles. Deswegen hat er auch sofort zu jedem Problem die richtige Lösung und kennt die Antwort auf jedes Geheimnis. Außer die Geheimnisse, die im Film dank Unnötigkeit oder Ignoranz ohnehin nicht beantwortet werden, so z.B. die Urfrage des Antriebes zur Geister- und Monsterjagd des Helden.

"Alone In The Dark" funktioniert nur auf ganz plumper Ebene. Er funktioniert dann, wenn man z.B. ignoriert für wie dumm die Erzeuger dieses Horrorfilms den Zuschauer halten. Selten erlebte ich es derart extrem, dass dem Zuschauer alles 10 mal vorgekaut und erklärt werden musste, damit er die sehr leicht verständlichen Zusammenhänge und die ohnehin bereits vorhersehbaren Storywendungen auch ganz sicher kapiert.

Aber es ist kein Wunder dass die Macher den Zuschauer für dumm halten. Weniger schlaue Menschen schließen häufig von sich auf andere, und das Drehbuch strotzt auch nicht gerade vor Intelligenz. Immer wieder schleichen sich Fehler ein, die nicht sein dürften. Zwei Menschen sehen sich nach Ewigkeiten wieder, vertragen sich in Rekordtempo (etwas das im Film sogar zwei mal passiert). Einer von ihnen war lange weg und dennoch weiß der eine von beiden ohne Verabredung sofort, wo er den Wohnsitz des anderen, der lange Zeit fort war, zu finden hat. Da packt man sich doch zu recht an den Kopf.

Die Geschichte selbst ist schlicht aber actionreich. Die düstere Umgebung wird nie unheimlich, da man sich auch wirklich nur dem Action-Horror zugewendet hat. Die Monster können halbwegs überzeugen, allerdings nur wenn man vergisst, dass man eigentlich gerade eine größere Produktion sichtet. In Ordnung geht die Kreaturumsetzung eigentlich nur für einen B-Film. Aber große Produktion hin oder her, im Endeffekt ist "Alone In The Dark" nichts anderes als ein B-Film und ein routinierter noch dazu.

Es gibt sicherlich genug worüber man sich hier ärgern kann, und die Anzahl dessen verdoppelt sich wahrscheinlich, wenn man das Computerspiel kennt auf dem das Werk beruht. Andererseits ist dieser Horrorfilm nie langweilig und weiß seine Laufzeit lang trotz Vorhersehbarkeit, Storyvereinfachung und Volksverdummung zu überzeugen. Und dank Christian Slater ist immerhin wer an Bord, der Talent besitzt.


Trailer,   OFDb

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen