Freitag, 8. Februar 2013

BODY MELT (1993 Philip Brophy)


In einer modernen und feinen Vorstadtsiedlung testet ein skrupelloses Unternehmen ein neues Produkt. Die Nebenwirkungen, mit denen die Verantwortlichen nicht rechneten, sind die Zersetzung des menschlichen Körpers und Deformierungen...


Körper wie Drehbuch: zersetzt und kaputt...

Was wie der nette kleine Horror für die Fangemeinde klingt, ist ein extremst anstrengendes Stück Filmmüll geworden. Obwohl man zunächst auf B-Film-Basis gekonnt die betroffene Siedlung mit ihren Bewohnern vorgestellt bekommt, und die Thematik auch interessant klingt, wird das Gesamtwerk dadurch ruiniert, dass viel zu lange Zeit peinlichste Hinterwäldlerkomik im Mittelpunkt steht.

Schon zuvor sieht man an den inszenatorischen und darstellerischen Defiziten, dass „Body Melt“ höchstens auf freiwilligem Trash punkten kann (und natürlich auch will), aber die zu dick aufgetragene Parodie auf des Amis liebstes Opfer (diesmal verarscht von Aussis), raubt einem den letzten Nerv, nimmt und nimmt kein Ende, so dass aus dem anfänglich vermuteten Tief ein Grand Canyon der Langeweile und penetranten Nerverei wird, aus dem der Film sich nicht mehr befreien kann. 

An ähnlichem krankte „Redneck Zombies“, im Gegensatz zu diesem war der erste Eindruck von „Body Melt“ allerdings positiv, so dass man erst im Laufe der Zeit enttäuscht wird. Die Horrorstory, die sich erst langsam herausarbeitet (auch positiv!), wird zur Nebensache, um zu zeigen wie widerlich und dumm Hinterwäldler sind. Leider trifft die Komik dabei nie ins Schwarze.

Wenn Humorpeinlichkeiten auf Kindergarten- und Tom Gerhardt-Niveau auf harten Horror stoßen, wende ich mich angewidert ab. Dieser Mix ist definitiv der falsche Horror-Cocktail für mich. 


Trailer,   OFDb

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