Montag, 19. August 2013

TERMINATOR (1984 James Cameron)


Eine Killermaschine aus der Zukunft versucht in der Gegenwart die Mutter des zukünftigen Rebellenanführers im Krieg gegen die Maschinen zu vernichten. Ein Mensch reist ebenfalls in die Vergangenheit, um besagte Mutter zu beschützen...


Er kommt wieder - und immer wieder auf den Bildschirm...

Wenn einer der qualitativeren Schwarzenegger-Filme bis auf einige wenige nicht mehr wirken wollende Spezialeffekte die Zeit gut überstanden hat, dann ist es jener, der ihn auch zum Weltstar machen sollte: „Terminator“, seine erste Zusammenarbeit mit James Cameron, die zeigt, dass der Regisseur Großes leisten kann, wenn man ihm nicht zu viel Budget beschert. Denn dann besinnt sich Cameron, der auch für das Drehbuch verantwortlich war, auf die wichtigen Dinge einer Erzählung, und das ist neben allerhand wirksamer Action und einem Schuss Dramatik der Spannungsgehalt der Geschichte.

Dieser wird nicht nur durch die überzeugende Leistung Schwarzeneggers und dem passend düsteren Soundtrack unterstützt, sie erwächst in erster Linie durch etwas, welches die Fortsetzungen und viele andere Produkte bis in unsere Zeit hinein vernachlässigen: Cameron nimmt die von ihm erschaffene Bedrohung ernst. Hier wird nichts schön geredet. Der Terminator ist eine Killermaschine, gnadenlos, und das bekommt der Zuschauer unverschönt zu spüren, so dass die Nerven blank liegen und die Identifikation mit den Filmfiguren zu einem ehrlichen Mitfiebern führen.

Im kompletten Film gibt es nicht eine einzige unnötige Szene. Die Psychologie ist stimmig, alles macht Sinn. Schwachpunkte gibt es nur wenige und das an eher unwichtiger Stelle, so z.B. in der Einleitung und Umsetzung der für die Geschichte obligatorischen Liebesszene. „Terminator“ verdrehte seinerzeit mit einer Story, in der Zukunft und Gegenwart mehr miteinander zu tun haben als es zunächst scheint, die Gehirne und beeinflusste damit so tolle Filme wie „12 Monkeys“, die ohne den hier besprochenen Streifen wohl nie entstanden wären. „Terminator“ ist ein Evergreen und hat nichts von seinem Reiz verloren.

Kommentare:

  1. Der erste Terminator ist auch für mich der beste Teil der Reihe. Aber mit der Aussage, kaum ein Schwarzenegger-Film hätte die Zeit gut überdauert, tust du dem guten Arnie meiner Meinung nach ein wenig Unrecht ;)
    Predator funktioniert immer noch super und auch Commando ist (für das, was er sein will: stumpfe, ironische Action) immerhin kultverdächtig.

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    1. Beides schöne Filme, ebenso "Total Recall", aber "Total Recall" und "Predator" funktionierten nach einer Neusichtung bei mir persönlich nicht so zeitlos wie "Terminator", zeigten also Abnutzungserscheinungen. "Phantomkommando" funktioniert freilich noch genauso gut wie damals, da hast Du recht. Aber der ist nur oller Trash und nicht wirklich eines ernsthaften Vergleiches würdig. Deswegen habe ich ihn wohl übergangen. Aber auf meinen Satz gesehen tue ich ihm damit tatsächlich unrecht. Auch er hat die Zeit makellos überdauert.

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    2. So! Habe nun eine winzige Änderung im besagten Satz übernommen. Danke für den Hinweis. :)

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  2. Gern geschehen ;) "Total Recall" fand ich auch zuletzt nicht mehr sooo stark.

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