Montag, 30. Dezember 2013

JOY RIDE 2 - DEAD AHEAD (2008 Louis Morneau)


Als eine Gruppe Teenager sich nach einer Autopanne aus der Not heraus aus dem Schuppen eines leer stehenden Haus im Nirgendwo ein Auto borgt, ahnen sie nicht, dass sie es einem psychopathischen Truckfahrer entwendet haben... 


Teddy 1-4 ruft rostigen Nagel...

Bis auf eine relativ kurze Szene, in welcher der Laster einen kleinen PKW auf einer einsamen Straße von hinten attackiert, hat das ganze mit dem Vorbild „Duell“ von Steven Spielberg nichts mehr zu tun. Das ist auch besser so, kommt doch „Joy Ride 2“ nicht nur nicht an dessen Niveau heran, er tut sich trotz kurzweiliger Inszenierung auch schwer das Ziel der Zwischendurch-Kost für Horror-Fans zu erreichen. 

Wir erleben hier allesamt unsympathische Charaktere, denen man schnell den Tod wünscht, ganz besonders dem glatt gelackten Heldenpärchen, dessen Final Girl, eine Person zu der man eigentlich halten soll, faschistische Charakterzüge offen legt, wenn sie ein Menschenleben über das eines anderen stellt und einen Mitreisenden deshalb in dessen Unglück stößt. 

Dass sie und ihre drei Begleiter es aber ohnehin nicht so mit denken haben, zeigt der völlig unsinnige Plot, in dem man spätestens nach dem Wunsch des Psychopathen, dass eine der Mitreisenden sich ihren Finger abschneiden soll, noch immer damit rechnet einen entführten Freund lebend wiederzusehen, wenn man auch bloß alle Wünsche des Entführers erfüllt. Wer läuft da bitte nicht zur Polizei? Was die Schluss-Szene soll, die einen Teil 3 ankündigt und im kompletten Widerspruch zum auf Folterfilm getrimmten Finale steht (anbei die angenehmste Phase des Streifens), muss mir auch noch wer erklären. 

Man war das ein dümmlicher Film. Schade, wusste er vom Tempo her doch eigentlich routiniert zu unterhalten. Doch ab einem gewissen Grad Schwachsinn muss ich dann doch mal passen, erst recht wenn die Mentalität und Moral eines solchen Filmes hochgradig fragwürdig ist.


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