Mittwoch, 1. Januar 2014

BALDUIN, DAS NACHTGESPENST (Le tatoué 1968 Denys de La Patellière)


Ein Kunsthändler ist so scharf auf die Tätowierung eines alten Fremdenlegionärs, dass er sich darauf einlässt ihm als Gegenleistung sein Haus auf dem Lande zu renovieren. Das Haus entpuppt sich jedoch als Schloss und ist extremst baufällig...


Wertewandel in einer Ruine...  

Balduin ist einer der häufigsten Rollennamen des Komikers Louis de Funès neben seines eigenen. Eine Reihe ist trotz gleicher Namensgebung daraus abgesehen von einem Cross-Over mit der Gendarm-Reihe („Balduin, der Heiratsmuffel" und „Balduin, der Schrecken von St. Tropez") nicht entstanden, dementsprechend wahllos scheint auf dem zweiten Blick die Zusammenstellung der Balduin-Collection auf DVD. 

„Balduin, das Nachtgespenst“ basiert im Kern eigentlich auf einer geglückten Idee, gerade dann wenn man versteht wohin die Geschichte mündet und was sie eigentlich will. Zur Seite steht Funès mit Jean Gabin ein humorfördernder Mime, und so wie bei Richard Dreyfuss und Bill Murray in „Was ist mit Bob?“ schien es außerdem förderlich für den Zuschauer, dass sich die beiden Hauptdarsteller hinter der Kamera so wenig verstanden haben wie nach außen für die Geschichte. 

Die Wege die der Film beschreitet sind jedoch recht monoton ausgefallen, und der Aufhänger ist zu weit hergeholt, so dass trotz sympathischer Ideen und Mimen sich der Film mit dem unpassenden und völlig irreführenden Titel zu oft wiederholt und damit mehr als ihm gut tut auf der Stelle tritt. Die Alternativtitel „Oscar lässt das Sausen nicht“ und „Ein Giftzwerg macht Rabatz“ sind übrigens keine erfreulichen Alternativen zum ollen Nachtgespenst.


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