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Freitag, 7. Februar 2014

CITY OF EMBER - FLUCHT AUS DER DUNKELHEIT (City Of Ember 2008 Gil Kenan)


Der Mensch zerstörte die Oberfläche der Erde, also flüchtete die Menschheit mit Hilfe eines von Wissenschaftlern entwickelten Plans in das Innere der Erde, in eine Stadt die für so lange Zufluchtsort sein sollte, bis die Erde sich wieder erholt hat. Mit der Zeit wurde dieser Plan vergessen. Ember steht kurz vor der Zerstörung, wurde die Stadt doch nie für die Ewigkeit entwickelt. Kinder stoßen auf einen Plan, der an die Oberfläche führt...


Wenn man aufhört zu denken...  

„City of Ember“ ist ein sympathischer Streifen, der jedoch das Potential zu mehr gehabt hätte, vorausgesetzt man hätte sich mit dem Problem beschäftigt, welches zu der Entscheidung führte unter die Erde zu ziehen. Mit diesem Ansatz im Hinterkopf hätte man dann auch thematisieren können, ob die Flucht nach oben tatsächlich Sinn macht, oder ob die Menschheit endgültig verloren ist. 

So darf man die Kids jedoch bei der etwas inhaltslosen Suche nach einer Rätsels Lösung beobachten, deren Antwort man schon kennt, was der Story ihr Spannungspotential raubt. Aber da der Streifen ein schönes Set-Design hat, humoristisch gespielt ist und sympathische Stars mit an Bord hat, kann man ruhig dennoch einen Blick riskieren. Man darf nur keinen gehaltvollen Film erwarten.

Einem jüngeren Publikum bereitet Gil Kenans Fantasyfilm sicherlich mehr Freude als dem Erwachsenenpublikum, einfach weil einem erfahreneren Film-Fan vieles zu vorhersehbar oder bekannt erscheint. Aber das bedeutet nicht, dass das ältere Publikum nicht dennoch seinen Spaß mit "City of Ember" haben kann. Allein das herrlich übertriebene Schurkenspiel von Bill Murray ist das Einschalten wert. Und sein politisches Treiben zum eigenen Zweck ist auch inmitten eines jugendorientierten Werkes, welches mehr auf seine Optik als auf den Inhalt achtet, ein gelungener Seitenhieb auf das fragwürdige Treiben der Politiker in der Realität.


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