Mittwoch, 13. August 2014

THE PACT (2012 Nicholas McCarthy)


Als Nicholle im Haus der kürzlich verstorbenen Mutter spurlos verschwindet, sucht ihre Schwester Annie nach ihr und kommt einem schrecklichen Familiengeheimnis auf die Spur...


Bad Ronald...

Nein, also echt! Von einem Gruselfilm der mit der Anwesenheit von Casper Van Dien wirbt erwarte ich rein gar nichts. Und da ich erst kürzlich vom eigentlich recht gut funktionierenden „The Conjuring - Die Heimsuchung“ enttäuscht wurde, habe ich erst recht nicht mit einem in seinem Gruselbereich wirksamen Film gerechnet. Ich erhoffte lediglich den kleinen Genre-Beitrag für zwischendurch, einen den man sich rein aus Langeweile angucken kann ohne dass er diese zu verstärken wüsste.

Man kann wahrlich nicht behaupten ich hätte zu viel erwartet. „The Pact“, von dem ich bis heute nicht begriffen habe warum er so heißt, schaffte es leider jedoch diese geringen Erwartungen zu unterbieten und präsentierte sich als der typisch moderne Genre-Beitrag, dem es an allen Ecken und Enden an Gespür für Psychologie fehlt. Wer schreibt so einem Müll?

Die Gruselszenen sind wirkungslos umgesetzt, finden ohnehin in einem völlig „fehlbesetzten“ Haus statt, den Charakteren fehlt jegliche Natürlichkeit und Glaubwürdigkeit, und die Handlung, so sehr sie auch tatsächlich Richtung Finale zu überraschen weiß, kann mit ihrem 08/15-Getue nicht gegen die lächerlich zu Filmfleisch-Nonsens gewordenen Figuren gegensteuern, im Gegenteil, mit ihren paar wenigen Unsinnigkeiten, wie der zufälligen paranormal-begabten Schul-Bekanntschaft der Heldin, reißt sie den Streifen nur noch mehr in den Abgrund.

Da wird der völlig talentfreie Casper Van Dien tatsächlich zum kleinsten Übel. „The Pact“ funktioniert sicherlich hervorragend bei naiven Gemütern, die den Zusammenhang von Reden und Handeln nicht verstehen, nicht kapieren was eine glaubwürdige Figur aufgrund ihrer Charakterzeichnung darf oder nicht darf, also Menschen, die ganz simpel und hohl nur dem äußeren Gewandt eines Streifens folgen ohne hinter die Fassaden zu blicken. Zuschauer, denen jeglicher Anspruch an solche Dinge fehlt, werden sich gruseln können. Jeder andere schüttelt fassungslos den Kopf und wünscht sich jene Zeit zurück, in welcher professionell produzierte Filme auch von professionellen Drehbuch-Autoren geschrieben wurden, die sich mit Psychologie auskennen.

Es bedarf kein weiteres großes Drumherum-Reden: „The Pact“ ist in meinen Augen der Bodensatz des Genres für einen fürs Kino produzierten Horrorfilm. Leider beweist selbst die Hauptdarstellerin kein wirkliches Schauspiel-Talent, das hätte noch die ein oder andere Szene retten können. Und besagte Überraschung gegen Ende mag unerwartet kommen, mit diesem Story-Umschwung verlässt „The Pact“ jedoch leider nicht den Bereich der Unsinnigkeit und Unglaubwürdigkeit. Ab in die Tonne!

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