Sonntag, 12. April 2015

TEMPLAR KNIGHT - RITTER DES BÖSEN (Stagknight 2007 Simon Cathcart)


Die Partystimmung eines Paintball-Jungesellen-Abschieds ist schnell dahin als ein wiedererweckter Tempelritter für Terror und Leichen sorgt...


Das Partysprengen der nicht reitenden Leiche...

Eine Tempelritter-Thematik, da erwartet man Mystik, Ruhe, Atmosphäre, einen gewissen stimmigen Grundton wie in den vier Filmen der reitenden Leichen des Armando de Ossorio. Dass man in einer Horror-Komödie damit rechnen muss dass diese Mystik aufgrund des humorvollen Schwerpunktes etwas reduziert werden muss, dürfte klar sein. In meinem naiven Denken war ich jedoch positiver Dinge, dass aufgrund des Herkunftlandes England in „Templar Knight“ dafür trotzdem gesorgt wäre. Doch Fehlanzeige!

Was Regisseur Simon Cathcart mit seinem Debut und bislang einzig von ihm fertiggestelltem Langfilm abliefert ist eine Zotenparade im optischen Amateurfilm-Stil, die jeglichen atmosphärischen Grundton vermissen lässt. Der Film soll Party sein. Aber die will auf den Zuschauer so gar nicht überschwappen, solange der nicht über infantilste Schwulen- und Furzkomik lachen kann. Nein, die meiste Zeit wartet man nur auf die Erweckung des Tempelritters, die, wenn sie denn endlich stattfindet, ebenfalls recht ereignislos vonstatten geht.

Ist der Templer endlich erwacht braucht man keinen Umschwung auf ein Partyfeeling im Splatstick-Bereich a la „Dead Snow“ und „Braindead“ erwarten, Filme von denen ich zwar kein Freund bin, die aber zumindest ein anderes Publikum glücklich machen. Aber „Stagknight“ (Originaltitel) kommt viel zu zahm und billig inszeniert daher und nervt zudem noch mit einer billig hingerotzten Computeroptik, die uns den Blick auf die Dinge aus der Sicht des Templers zeigen soll. Solche Billigeffekte nervten mich bereits in „Zombie Attack - Museum of the Dead“ und „Mexican Werewolf“, und ich verstehe es nicht warum es ein solcher Effekt noch immer in Filme schafft, kenne ich doch keinen der mit dieser verfremdeten Optik auf solch billige Art etwas anzufangen weiß.

Also, „Die Tempelreiter“ (Alternativtitel) nervt mit seinem Humor ebenso wie mit seinem Horrorpart, ist nicht einmal Fans massentauglichem Splatsticks zu empfehlen und gehört einfach fröhlich in die Tonne gekloppt, wo er doch so gar keinen Reiz zu versprühen weiß, erst recht in der nervigen Deutsch-Synchro, die zwar nicht von billigsten Sprechern vertont wurde wie bei manch anderer DVD-Produktion, aber trotzdem alles andere als zu gefallen weiß.


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