Samstag, 5. Dezember 2015

DER TEUFEL KAM AUS AKASAVA (El diablo que vino de Akasawa 1971 Jess Franco)


Scotland Yard ermittelt in einem Mordfall an dem auch der Geheimdienst Interesse hat. Ein in Afrika entwendeter Stein mit besonderen Fähigkeiten wird zum Zentrum diverser Interessengruppen...


Abenteuerlicher Kriminalfilm...

Sicherlich gibt es auch Abenteuerfilme unter den Verfilmungen nach Edgar Wallace. Der Name steht nicht allein für Kriminal-Kost. Aufgrund einer Mörderaufdeckung durch Scotland Yard war ich jedoch eher auf das für Wallace typische Genre eingestellt, ein Bereich der durch „Der Teufel kam aus Akasava“ durchaus abgedeckt wird. Aber eingekleidet ist er aufgrund der tropischen Kulisse und dem Hintergrund des Mordfalles im Mantel eines Abenteuerfilmes, was dem Streifen einen fremden Touch verleiht, stilistisch jedoch leider keinen exotischen.

Nach dem sympathisch schmuddeligen „Der Todesrächer von Soho“, den Jess Franco erst nach dem hier besprochenen Film umsetzte, war meine Erwartung an „Der Teufel kam aus Akasava“ ein wenig höher als üblicher Weise bei einem Franco-Film. Aber gefallen will mir der Streifen so gar nicht, dabei kann ich nicht einmal genau benennen was mich stört. Die Ermittlungen haben mich ebenso wenig interessiert wie der Kriminalfall selbst. Und die inszenatorischen Spielereien, die manch anderen Franco so interessant aussehen lassen, fehlen hier. Dem Film fehlt das individuelle Gewandt und wirkt wie lustlos abgedreht von einem Irgendwer.

In Nebenrollen ist „The Devil Came From Akasava“ (Alternativtitel) sympathisch besetzt. Horst Tappert und Siegfried Schürenberg sind dabei, Letztgenannter in manch interessanter Szene, der wahre Hingucker des Streifens ist jedoch die leider viel zu jung verstorbene Soledad Miranda, eine wahrlich hübsche Frau, mit einer Anziehungskraft, dass man die Augen nicht von ihr ablassen möchte. Zwar weiß sie ihre Szenen zu verzuckern, und das sind nicht gerade wenige, aber das wertet den Film nicht in seiner drögen Gesamtheit auf. Ohne Francos gute wie schlechten Besonderheiten wirkt ein solch lustlos heruntergedrehter Film einfach zu lahm, auch wenn ein ruhiges Erzähltempo sonst oft zu den Trümpfen des Regisseurs gehört.


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