Donnerstag, 23. Juni 2016

BATTLEDOGS (2013 Alexander Yellen)


Eine Naturfotografin wird auf einer ihrer Expeditionen von einem Schwarzwolf gebissen. Zu Hause am Flughafen von New York angekommen verwandelt sie sich in einen Werwolf und steckt dort viele Menschen mit dem Virus an, den sie sich durch den Biss geholt hat. Das Militär hält die Befallenen in Quarantäne. Während ein Seuchenexperte die Erstgebissene sucht um ein Gegenmittel zu erstellen, hat das Militär ganz andere Pläne mit den Infizierten...


Das Werwolfsein ist auch nur eine Krankheit...

Es kommt inmitten der schnellproduzierten, absichtlich schlecht erzählten Filme der Firma The Asylum relativ selten vor, aber ab und zu kreieren auch sie tatsächlich unterhaltsamen Unsinn, wovon der populärste wohl „Sharknado“ sein dürfte. „BattleDogs“ mag nicht ganz so kurzweilig ausgefallen sein wie der Vergleichsfilm, er ist etwas zu penetrant auf 90 Minuten getrimmt, ein Ärgernis welches auch den sehr lustigen „Mega Piranha“ in seine Schranken wies, aber Spaß bereitet der Streifen von Regisseur Alexander Yellen durchaus.

Die Idee aus Werwölfen Infizierte zu machen, deren Population derart dramatisch steigt, dass die Krankheit zu einer Epidemie wird, ist freilich aus dem Zombie-Genre entliehen. Der dreiste Klau, der den Werwölfen jegliche ihrer sonst üblichen Eigenschaften raubt, besitzt im Meer der immergleichen Zombiefilmwelle tatsächlich einen gewissen Reiz, und da man sich nicht auf der einen Idee ausruht, sondern diese stattdessen lediglich als Ausgangslage für die eigentliche Hauptgeschichte nutzt, wird es auch nicht so schnell langweilig wie in den enttäuschenden Werken der Billigfirma Asylum.

Freilich wird nach einem für Asylum-Verhältnissen recht einfallsreichen und nett erzählten Beginn die Hauptgeschichte zum üblichen Plot, der im Bereich der Billigproduktionen recht häufig erzählt wird, aber Yellen hält uns mit einem flotten Ablauf der Geschehnisse bei Laune. Unterstützt wird er von für eine kostengünstige TV-Produktion akzeptablen Computereffekten, die zwar nicht ansatzweise natürlich wirken, aber erst im Ganzkörpereinsatz der Bestien tatsächlich enttäuschen. Nahaufnahmen auf das Gesicht (der manchmal gar nicht so furchterregend aussehenden) Viecher kann man als geglückt bezeichnen, Nebensächlichkeiten wie am Computer animierte Hubschrauber wirken schon echter animiert als zu Beginn der CGI-Billig-Horror-Phase a la „Megalodon“, und auch manche Einstellungen der Verwandlungssequenzen sind recht ordentlich umgesetzt, auch wenn der fertig mutierte Werwolf in der Regel zu plötzlich erscheint.

Da zudem noch die Goreschraube für solch eine olle TV-Produktion recht ordentlich aufgedreht wird, steht einem unsinnigen Spaß für ein aufgeschlossenes Publikum für immergleiche Geschichten nicht viel im Weg - am ehesten noch die Laufzeit, die wie so viele andere Asylum-Werke 75 Minuten hätte vertragen können anstatt der ewig bemühten 90 Minuten. Asylum erfindet sich nicht neu, setzt auf das bewährte Rezept und leider auch auf die immergleiche schlechte Hintergrundmusik. Wer aber hin und wieder geistfreien Fast Food konsumiert, der sich nach außen ernster gibt als er gemeint ist, der kann mit „BattleDogs“ recht anständig unterhalten werden. Der übliche Durchschnttszuschauer wird sich hingegen augenverdrehend von solchem Mist abwenden, und da kann man ihm wirklich keinen Vorwurf draus machen.


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