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Montag, 26. Juni 2017

MILLION DOLLAR CROCODILE (Bai Wan Ju E 2012 Lin Lisheng)


Ein Polizist hilft einer hysterischen Frau, die steif und fest behauptet ein Riesenkrokodil habe ihr Geld gefressen. Tatsächlich entpuppt sich die Geschichte als wahr und schon bald muss sich der Polizist um sein Leben, das der hysterischen Frau und jenes seines Kindes sorgen. Die Jagd beginnt...


Wer jagt hier wen?...

Der Krokodil-Horrorfilme gibt es viele, und etwas wirklich Neues hat die chinesische Produktion „Million Dollar Crocodile“ dem Sub-Genre nicht hinzuzufügen. Aber zumindest kann man dem Film zugestehen kein liebloses Schnellschuss-Produkt wie die Werke des TV-Senders SyFy zu sein. Allein die Krokodilanimation ist dafür viel zu geglückt. Und mag die Geschichte auch keinen Innovationspreis gewinnen, derart einfallslos 08/15 wie die Beiträge besagten Fernsehsenders ist sie nun auch nicht ausgefallen, das beweist allein die sympathische Figurenzeichnung, die eher augenzwinkernd mit Stereotypen umgeht, anstatt diese tatsächlich, wie es zunächst scheint, zu verkörpern.

Zugegeben, die hysterische Frau ist gewöhnungsbedürftig. Freundet man sich mit ihrer Art jedoch an, kann man einiges zu lachen kriegen. Auch die Schießkünste des nie ernst genommenen Polizisten sind ein humoristisches Element. „Croczilla“ (Alternativtitel) ist eine Horror-Komödie, reduziert seine Komik jedoch in der Story und holt diesbezüglich aus bei den Charakteren. Nicht nur dies geht zu Lasten des Spannungsbogens. Ein Kind im Zentrum, nur wenige Tote und der gefühlvolle Umgang mit dem Krokodil machen aus dem Stoff die weichgespülte Version seiner Gattung Film. Und dieser Rezeptur tut es nicht gerade gut, dass in den meisten Szenen die Menschen Jagd auf das Krokodil machen und nicht umgekehrt.

Da jedoch das Herz am rechten Fleck sitzt und auch die Schurken des Streifens sympathisch dämlich verkörpert werden, diesbezüglich eher an Kinderstoffe a la „Pippi Langstrumpf“ erinnernd, geht „Million Dollar Crocodile - Die Jagd beginnt“ (Alternativtitel) trotzdem als okay durch. Er ist zwar nicht das was ich erwartet hatte und auch in seiner anderen Art nichts Nennenswertes im Sektor der Filme um angriffslustige Krokodile, und auch die Geschichte selbst dreht sich für meinen Geschmack viel zu sehr im Kreis, die Charaktere und die Schauspieler, die sie so liebevoll verkörpern, schenken dem Streifen jedoch den nötigen Charme, um auf das Ergebnis trotzdem nicht all zu böse zu sein.


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