Gastkommentar: A CHINESE TORTURE CHAMBER STORY (Mun Ching Sap Daai Huk Ying 1995 Bosco Lam)


Autor: Frau Vulkan

Die junge Siu-Bak-Choi (Yvonne Yung Hung), Dienern des Gelehrten Yang Ni-Mu (Lawrence Ng), steht zusammen mit diesem vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, mit dem Gelehrten Ehebruch begangen und zur Vertuschung Ihren Ehemann Got Siu-Tai (Tommy Wong Kwong-Leung) mit einer heimlich ins Essen gemischten Überdosis Aphrodisiakum ermordet zu haben. Die beiden beteuern ihre Unschuld, doch der Richter will ein Geständnis erzwingen und lässt die beiden während der Verhandlung foltern. Wird die wahre Geschichte ans Licht kommen? 


„Hart. Härter. Cat. III!“ wirbt das bei Fans seltener, ungeschnittener Filme aus aller Herren Länder beliebte Österreicher Label Illusions Unlimited im Vorspann seiner Cat. III Kollektion. In diesem Falle trifft das zu, allerdings nicht so wie man es sich vorstellen mag, denn beim vorliegenden Filmmaterial wird etwas anderes härter als die Handlung oder die Folterszenen. Zum einen gemeint wäre da das mächtigen 50 cm Geschlechtsorgan vom durchgeknallten Superhelden der Story und zum anderen „Mun Ching Sap Daai Huk Ying“ (Originaltitel) bis zum Ende auszuhalten. 

Die oberflächliche, nicht nennenswerte Handlung ist nur der wacklige Rahmen für einen bestenfalls durchschnittlichen, allerdings teils ziemlich obskuren Softporno, und die wahre Frage des Films lautet „wer mit wem und wie oft?“. Zwar gibt es ein paar deftigere Folterszenen, allerdings wird das allbekannte Rad hier nicht neu erfunden und man hat das als Interessierter des Genres, bis auf die besonders unrealistischen Momente, alles schon einmal besser gesehen. Letztere sind tatsächlich der Grund wieso „A Chinese Torture Chamber Story“ noch haarscharf an der Wertung „schlecht“ vorbei schrammt. 

Ab und an scheint Einfallsreichtum hervor, der allerdings in die Kategorie „Comedy“ (wahrscheinlich unfreiwillig?) einzuordnen ist. Hier genannt sind besonders solche Dialoge, die den Bereich „schlechter Sexwitz von Pubertierenden“ streifen, sowie einige Szenen, die an reiner Beknacktheit einige Z-Movies die bei Tele 5 in der Reihe „Die schlechtesten Filme aller Zeiten“ noch übertreffen. Ob man lacht, wenn fliegende Samurais den Koitus in allen möglichen Stellungen und SFX-Möglichkeiten 10 Mal in 3 Minuten ausüben, oder ob man entnervt hofft, dass das ganze absurde Schauspiel bald zum Ende kommt, liegt am jeweiligen subjektiven Humor des Betrachters. Mir kam es teils flacher vor als die nicht vorhandenen Titten jener Protagonistin, die in einer Art von Nebenhandlung nach einer Möglichkeit sucht ihre Brüste auf Körbchengröße Z Doppelplus zu vergrößern. 

„A Chinese Torture Chamber Story“ ist eigentlich miserabel, für mich subjektiv sogar so richtig und voll auf den Punkt des Unerträglichen. Die seichte, vorhersehbare Handlung bereitete mir zu keiner Sekunde Vergnügen. Wer zudem auch nicht auf Softpornos mit einigen eingestreuten BDSM-Szenen steht, wird das Ganze auch nicht sonderlich „sexy“ finden. Objektiv gesehen bietet der Film immerhin ganz ansehnliche Darstellerinnen und einen Humor, für den man entweder geboren ist oder nicht. Ich gehöre zu letzteren, muss aber dazu sagen, dass der Streifen (für mich nicht nachvollziehbar, aber nichts für ungut.) bei einigen Cat III-Fans bis heute als witziger und unterhaltsamer Kult gilt.

Autor: Frau Vulkan


Trailer,   OFDb

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