LEXX - THE DARK ZONE 2 - SUPERNOVA (Lexx - The Dark Zone - Super Nova 1997 Paul Donovan u.a.)


Kai besitzt nur noch wenig Protoblut und muss deshalb möglichst lange Zeit im Kälteschlaf verbringen. Zev kommt auf die Idee Kais Heimatplaneten anzusteuern, da er von einer weit entwickelten Kultur abstammt, die vor ihrem Untergang eventuell einst den Tod überwunden haben könnte. Doch bei Ankunft auf den Planeten der ausgestorbenen Brunnen-G stoßen sie im Tempel des Wissens, anstatt eine Antwort zu erhalten, auf ungeahnte Gefahren...


Die Zeit ist ein sich wiederholender Zyklus...

Es ist schwer jemanden für die sympathisch andersartige TV-Serie "Lexx" zu begeistern, wenn diese sich mit dem zweiten Spielfilm gleich derart ausbremst wie geschehen. Während der eigentliche Aufhänger mehr Wissen über die faszinierende Spezies der Brunnen-G zu erhalten eigentlich reizvoll erscheint, will die Umsetzung kaum gefallen. Selbstverständlich besitzt sie wie die komplette Reihe allerhand kreativer und pointensicherer Ideen. Das Medium, das die Zukunft vorhersehen kann, da sie im Zeitzyklus in die Vergangenheit blicken kann, sei nur eine von vielen fantasiereichen Einfällen, die für unglaublich gute Gags verwendet werden. Und auch der nun entstehende Running Gag der abweisenden Zev gegenüber dem notgeilen Stanley weiß zu gefallen. Ohnehin hätte "Supernova" ein angenehmes Produkt werden können, vorausgesetzt man hätte die Hälfte an Laufzeit gekürzt. Aber nein, die ursprünglich als TV-Mini-Serie konzipierte "Lexx" sollte schließlich aus vier Spielfilmen bestehen, also wurde auch jede dieser Geschichten auf 90 Minuten aufgebläht. Was den anderen Film kaum bis gar nicht schadet, macht das Ergebnis von Teil 2 um so ärgerlicher.

Aber auch auf TV-Serien-Länge gekürzt könnte ein Aspekt der ganzen Chose selbst dann nicht fruchten, und dass ist der als Gaststar eingekaufte Tim Curry, dessen Rolle lediglich zu nerven weiß, zumal er ohnehin nur ins Blaue hineinbrabbeln darf, ohne je Kontakt zu anderen Mitspielern zu erhalten. Als Hologramm leitet er durch den Tempel des Wissens, freilich als Aussätziger andere Pläne habend als die Lexx-Crew, und ist dabei niemals wirklich witzig oder angenehm schurkig. Das magere Ergebnis diesbezüglich ist umso enttäuschender, wenn man weiß wie viel besser es Curry bei besserem Drehbuch und mehr Motivation eigentlich könnte. Aber man kann es ihm nicht verübeln, dass er seinen Part nur mit halber Backe herunter spielt. Auch die zu dominante Anwesenheit der stets nervigen Gigerota tut dem ohnehin schon angeschlagenen Zustand des zweiten Filmes der "Lexx"-Reihe nicht gut, so dass auch von dieser Seite aus dem fertigen Werk Schäden zugefügt werden.

Leider muss man sich durch diese Monotonie durcharbeiten, um mit den kommenden Geschichten der Reihe etwas anfangen zu können, erhält man doch allerhand Informationen, die für den weiteren Verlauf der Serie wichtig sind, ebenso wie zwischenmenschliche Momente vorhanden sind, die erst jetzt beim näheren Kennenlernen stattfinden, und im späteren Bereich der Serie zu Running Gags oder komplexeren Verstrickungen werden. Hin und wieder wirft man uns in dem zu monoton und mit zu viel Leerlauf angereichertem Film eine wertvolle Zutat zu. Auch Teil 2 besitzt schließlich kreative Ideen und beweist seine Andersartigkeit und seinen Weitblick gegenüber den Mainstreamprodukten seines Genres. Aber Freude bereitet der zweite Ausflug in diese wundervolle Welt der Lexx nicht. Da hat man viel zu früh eine Gurke platziert, so dass es nicht verwundern braucht, dass von den wenigen Zuschauern, welche die Reihe ohnehin nur besitzt, einige nach dem mittelmäßigen Ergebnis des zweiten Filmes frühzeitig abgesprungen sind.


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