Mittwoch, 22. August 2012

TINY TOONS - TOTAL VERRÜCKTE FERIEN (Tiny Toons Spring Break 1994 Rich Arons u.a.)


Es sind Ferien, und die Kinder der berühmten Looney Tunes Schweinchen Dick, Bugs Bunny und Co unternehmen unterschiedlichste Aktivitäten. Während die zwei Hasenkinder auf dem Floß den Fluss abwärts treiben und die kleine Ente als Gast mit der Schweinefamilie eine Tour ins Lach- und Spaßland macht, versucht das kleine Stinktier eine Autogrammkarte eines arroganten Stars zu erhaschen...


Chaoooooos!...

Oh ja, „Tiny Toons - Total verrückte Ferien“ ist witzig, aber es ist doch schon etwas anstrengend die Serie „Tiny Toons“ auf Spielfilmlänge zu ertragen. Die Autoren sprudeln nur so vor guten Ideen, das läßt auch zum Ende hin nicht nach, aber man braucht zwischendurch seine Pause bis man weitergucken kann, zumindest als erwachsener Zuschauer. Kinder packen das wahrscheinlich auch so.

Die Kinder-Charaktere sind ähnlich kultig wie ihre großen, berühmten Vorbilder, die teilweise Gastauftritte absolvieren. Ich persönlich fand es schade, dass Karl der Kojote bzw. dessen kleines Ebenbild nur mal kurz im Hintergrund herumhüpft, war er doch schon immer meine Lieblingsfigur im Looney Tunes-Universum. Aber bis auf diesen Wehmutstropfen gibt es charakterlich nichts zu beklagen.

Im Vergleich schwächelt dafür die Story an manch wenigen Stellen, was besonders deutlich wird im Abenteuer um die beiden Hasen Buster und Babs, auf die leider die meiste Aufmerksamkeit gerichtet wird. Etwas ungewöhnlich wirkt zudem das häufige Singen zu Beginn des Streifens, hält man sich ansonsten doch stark damit zurück. Aber allein das Schullied, welches mit flehenden Augen auf die Uhr blickend gesungen wird, ist diesen etwas musikalisch übertriebenen Einstieg in den Film wert.

Mein persönlicher Höhepunkt an „Tiny Toons - Total verrückte Ferien“ ist die Geschichte der kleinen Ente, die mit einer nervigen Schweinefamilie ins Lach- und Spaßland fahren will. Hier warten die größten Lacher, und der Schlussgag im Lach- und Spaßland selbst ist auch nicht unwitzig. Als wundervoll gezeichnet sticht eine schlichte Szene hervor, in welcher das tierquälende Mädchen ihren kuscheligen „Freunden" Unterricht gibt, und die kleinen Löwen besonders aufmerksam zuhören, wenn sie erfahren dass Zebras zu ihren Leibgerichten zählen. Das in der Nähe sitzende ängstliche Zebra ist wahrlich witzig animiert.

Der komplette Film ist grellbunt, schrill und wild. Nur die wenigstens Gags sind zurückhaltender Natur. Gerade das ist das anstrengende an dem an sich geglückten Streifen. Mein Kopf hielt das keine 75 Minuten aus, und der schaffte sogar den „SpongeBob Schwammkopf Film“. Dennoch gefällt mir der „Tiny Toons"-Film persönlich besser als die dazu gehörende Serie, aber wer weiß. Vielleicht hatte ich auch einfach nur Pech und habe die falschen Folgen erwischt.

Also: auch Erwachsene werden Spaß haben, die sollten das Ding allerdings auf Video sichten, damit sie zwischendurch pausieren können, wenn der Kopf nicht mehr will. Lohnen tut sich ein Blick für junggebliebene Zuschauer auf jeden Fall.


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