Donnerstag, 18. Oktober 2012

EURO TRIP (Eurotrip 2004 Jeff Schaffer u.a.)


Betrunken vergeigt es Scott mit seiner attraktiven E-Mail-Bekanntschaft aus Deutschland. Wieder nüchtern möchte er es wieder gut machen. Also reist er zusammen mit seinen Freunden nach Europa. Doch ihr turbulenter Weg durch die Großstädte Europas führt sie erst über chaotische Umwege zum erhofften Ziel...


German Road...

Eigentlich gibt es nichts nennenswertes, das "Eurotrip" von anderen Teenie-Komödien dieses Stils unterscheidet. Die Charaktere sind weder uninteressant noch in irgend einer Art innovativ oder sympathisch. Die Geschichte orientiert sich dicht an "Road Trip" und dessen Ideengeber „Liebe per Express“ mit Reese Witherspoon und ist eigentlich keine Geschichte, sondern mehr eine Wanderung durch verschiedene schräge Situationen.

Obwohl auch diese eigentlich selten überraschen, legt der Film selbst ein nettes Tempo hin. Langweilig wird es nie. Trotz der sexuellen Themen wird es auch nie zu plump. Die einzig wirklich negative Szene ist die Schluss-Szene selbst. So comichaft der ganze Film auch ist, seine Lovestory ist es auch, und da wirkt die Schluss-Szene, die sich mit dieser befasst, einfach zu konstruiert. Gerade der romantische Part einer Teenie-Komödie sollte eine Spur mehr ins richtige Leben rücken um zu wirken als der Rest.

Interessanter Weise ist die Love Story in „Euro Trip“ jedoch nicht einen Deu Hauptgeschichte, das macht die eben angeschnittene Kritik nicht so gravierend. Allerdings bleibt dem Film nun nur noch der Partyfaktor, und der hat es dafür auch in sich. Hier wird derart übertrieben, dass es seinen grotesken Höhepunkt darin erreicht, dass Rom glaubt einer der Teens wäre der neue Papst. Abgehobene Ideen dieser Art sind sehr witzig umgesetzt, insbesondere jene Szene, in welcher sich einer der Helden im Robo-Stil mit einem Straßen-Roboterimitator zofft.

An Absurditäten mangelt es nicht, Fäkalhumor wurde zum Glück komplett aus dem Drehbuch ausgeschlossen und so bleibt im Endeffekt ein fröhlicher Partyfilm, austauschbar aber guckbar und lachfördernd, mit dem sehr großen Manko keine Seele zu haben. Dafür bleiben die Figuren zu eindimensional, und dafür fehlt einfach die Romanze mit Herz, die sonst in der Regel in solchen Werken vorhanden ist. Das bedeutet aber auf der anderen Seite, dass Menschen die diese sonst als störend empfinden mit "Eurotrip" ihren Gott des Teenie-Films gefunden haben müssten.


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