Mittwoch, 31. Oktober 2012

ROBOT LOVE SLAVES (1971 Regie unbekannt)


Ein Forscher macht mit einer von ihm entwickelten neuen Prozedur tote Frauen zu willenlosen Sexsklaven. Gemeinsam mit ihnen gibt er sich der Lust hin...


Dreh Dich weg, sonst seh' ich was...

Eingebettet in eine ganz hauchdünne Science Fiction-Geschichte, dürfen wir Menschen bei verschiedenen Variationen des Beischlafes und des Oralsex beobachten. Trotz Wegblenden der wichtigen optischen Details ist dennoch klar erkennbar, dass die Darsteller hier nichts spielen, sondern richtig bei der Sache sind. Die Mimiken verraten aber bereits, dass dies wohl kaum aus Spaß an der Freude stattfand. Trotz kompletter Umgehung optischer sexualbrisanter Details, gibt es für den Nimmersatten immerhin drei oder vier mal ein weibliches Geschlechtsteil zu sehen, zu einem Zeitpunkt, wo dies nach krampfhaften Kamerasohaltendassauchbloßnichtszusehenist ernsthaft überrascht.

Die Damen sind großteils akzeptabel, drehen aber ständig ihr Gesicht weg, so dass man meist ein durchgeknalltes Stück Haarbüschel sichten darf (zeitgemäß nicht nur auf dem Kopf), und ausgerechnet die Person, die am häufigsten beglückt wird, ist auch gleich eine hässliche Dicke, eben eine solche, wie man sie sich wunderbar im lustlosen Geschäft der Prostitution vorstellen kann.

Der Science Fiction-Gehalt ist wie erwähnt sehr dünn, eigentlich kaum zu beachten. Wir hören die Off-Kommentare eines Forschers, der tote Frauen zu sexwilligen Robotern ummodelliert. Von dieser Prozedur sehen wir natürlich nicht wirklich was, das würde ja wertvolle Balzzeit in Anspruch nehmen. Also dürfen wir eigentlich die kompletten 53 Minuten lang nur lahmen Sexszenen Beachtung schenken, ausgeführt von hässlichen Kerlen, einer hässlichen Dicken und kameraabgewandten hübscheren Frauen.

Dass dies zu keinem tollen Filmergebnis führt dürfte klar sein. Der Sex ist völlig unerotisch umgesetzt, und selbst wenn er prickelnder wäre, könnte er damit keinen kompletten Film tragen. Lediglich die sehr amateurhafte Umsetzung hat ihren gewissen Reiz. Gedreht wurde in schwarz weiß, das Filmmaterial war miserabel, die Schnitte sind es auch. Das gibt „Robot Love Slaves“ wenigstens einen netten Underground-Touch. Aber deswegen muss man eigentlich auch nicht reinschalten. Also, am besten von Anfang an die Finger weg lassen.


OFDb

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