Donnerstag, 1. November 2012

ALIEN 3 (1992 David Fincher)


Ripley landet auf einem Gefangenenplaneten und bringt unbewusst ein Alien mit. Zu dumm, dass in diesem gigantischen Gefängnis keine Waffen erlaubt sind...


Hände hoch akzeptiert das Mistvieh nicht...

Ein letztes Mal dürfen wir die Aliens ohne Computeranimation sichten. Wieder steckt ein Schauspieler in einem Kostüm, immer schlechter ist dies zu erkennen. Respekt! Das Alien ist hervorragend umgesetzt, ebenso wenig darf man über die Darsteller, die Sets und die Spezialeffekte meckern. Die Teile der Alienreihe waren eine Kassenhit-Garantie, also wurden keine Kosten und Mühen gescheut.

Erneut gelang es den Produzenten etwas für Amerika geradezu untypisches zu leisten: Auch Teil 3 hat einen völlig eigenen Stil, wiederholt nicht bloß was die Vorgänger erzählten und hat somit seine ganz eigene Handschrift. Es ist die von David Fincher, und bis auf wenige Ausnahmen mag ich seine Werke. Leider ist die zweite Fortsetzung von „Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ einer der von mir weniger geschätzten Beiträge.

Dabei gibt es theoretisch nichts zu meckern. Wie oben erwähnt stimmt der technische Bereich, die Idee mit einem Alien ohne Waffen kämpfen zu müssen ist auch nicht von schlechten Eltern, und die Geschichte bietet auch die ein oder andere Überraschung. Ebenfalls begrüße ich es, dass Fincher sich mehr an Scott als an Cameron orientiert, und die Geschichte wieder sehr langsam erzählen will. Eine Geschichte, in der manch einer ein Synonym für AIDS meint entdeckt zu haben, was ich persönlich allerdings für überanalysiert halte. Eine Stellungnahme Finchers dazu kenne ich nicht.

Was „Alien 3“ fehlt ist die Kurzweile. Ridley Scott zeigte mit Teil 1 wie wunderbar diese selbst in einem arg lahm erzählten Film möglich ist. Finchers Teil 3 empfinde ich hingegen als zu langweilig. Nie wurde ich warm mit der Umgebung, in der alles spielt. Mehr noch, im Finale merkte ich, dass ich mit dem Ort an dem alles spielt so wenig vertraut war, dass ich nicht mehr mitfiebern konnte. Wo ist das Alien? Und wo ist Ripley? Wie weit sind sie voneinander entfernt? Und damit einhergehend: Wie hoch ist ihre Überlebenschance?

Was so kleinlich klingen mag, war der Grund, der mir den Film großteils kaputt gemacht hat. Fehlende Orientierung, hinzu gesellte sich ein mangelnder Spannungsbogen, da können auch die Fincher-typischen tollen Bilder, der wirklich gute Cast und all die anderen Elemente, die so professionell angegangen wurden, nichts dran rütteln. Sie verhelfen „Alien 3“ zu einem guten Look, nicht aber zu einem guten Unterhaltungswert.


Trailer,   OFDb

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