Montag, 3. Dezember 2012

HIGHLANDER - ES KANN NUR EINEN GEBEN (Highlander 1986 Russell Mulcahy)


Auf Erden wandeln Unsterbliche, die aussehen wie ganz normale Menschen. Von ihnen existieren nicht viele, und ihre Aufgabe ist es einander zu bekämpfen und zu töten, damit am Ende nur noch einer übrig bleibt, der die Energie der anderen in sich aufgesammelt hat. Connor ist einer von ihnen. Er ist eine gute Seele und weiß dass bald ein Kampf mit dem bösen und finsteren Kurgan bevorsteht...


Unsterblich bis zur Supernova...

Manche Filme muss man zu ihrer Zeit gesehen haben, um den großen Hype um sie heute noch nachvollziehen zu können. Ansonsten sind solche Werke nur sympathische Popkornunterhaltung mit Nostalgie-Flair. Und so geht es mir mit "Highlander", den ich erstmals 22 Jahre nach seiner Entstehung gesichtet habe. Er hat mir an sich auch gut gefallen, aber mehr als ein putziges Filmchen kann ich darin leider nicht erkennen.

Interessant war für mich zunächst einmal, dass Connerys Rolle sehr klein angelegt war und dass Lambert gut schauspielerte. Er fiel mir zwar sonst nie sonderlich negativ auf, aber auch nicht gerade positiv. Was mich ernsthaft gestört hat, um mich grenzenlos naiv unterhalten zu fühlen, war die Darstellung des Bösewichtes. Er passt meiner Meinung nach viel eher in einen Freak-Film a la "Aktion Mutante", "Die Klasse von 1999" oder einen der vielen Werke der Firma Troma. In einer an sich doch recht mystischen Story hätte ich dann allerdings ganz gerne auch einen mystischen Gegner erlebt.

Mal ganz im ernst, der Typ ist doch eine Witzfigur. Wenn er Nonnen anblökt, es heißt seine Sippschaft habe Kindern den Hunden zum Fressen vorgeworfen und er stets wie der zweite "Scream"-Psycho seine Zunge weit herausstrecken muss (Kiss-Fan?), erinnert er doch mehr an einen halbstarken Heranwachsenden, als an einen ernstzunehmenden Gegner.

Atmosphärisch kopierte man einige Ideen und Einstellungen vom ersten "Karate Kid" und grob betrachtet erinnert der Rest an eine Art umgedrehten „Terminator“, zumindest der Teil, in dem es um die Frau aus den 80er Jahren und ihre aufkeimende Beziehung zum Highlander geht.

Seine poetischen Momente, gerade bei Landschaftsaufnahmen in der Vergangenheit und dem tragischen Verlust Connors gealterten Frau, kann man "Highlander" nicht abschlagen. Das sind sehr gelungene Szenen. Kostüme und Settings sind ebenfalls gut gewählt, allerdings hätte ich mir das Finale vielleicht dann doch in einer optisch interessanteren Umgebung gewünscht, als in einer ollen großen, leeren Halle.

Dass in einem solchen Werk an jeder Ecke etwas Unlogisches oder unlogisch Verwandtes lauert, liegt auf der Hand. Das war zu erwarten, und deswegen drücke ich da auch ein Auge zu. In den 80ern hat man sich halt auch in Großproduktionen kaum die Mühe gemacht Popkornunterhaltung mit Glaubwürdigkeit zu festigen. Mag sein, dass wir Filme heutzutage viel zu ernst nehmen.

"Highlander" hat Spaß gemacht, und die wenigen die ihn noch nicht kennen sollten das Filmchen ruhig mal sichten. Man sollte dann aber auch nicht viel mehr als unterhaltsame Kurzweile erwarten. Ähnlich wie bei "Die Goonies" und Co muss man einfach seinerzeit dabei gewesen sein um den kompletten Kult darin zu finden. Mehr als Kult kann "Highlander" nicht sein, denn wäre er ein wahrlich großer Film, würde er auch bei Leuten wie mir nach all den Jahren mehr Eindruck hinterlassen.


Trailer,   OFDb

1 Kommentar:

  1. Hallo, ich habe hier www.myvideo.de/channel/highlander die erste und die zweite Staffel finden…aber ich kann nicht leider noch die dritte Staffel online finden! Kennt ihr wo kann ich die dritte Staffen online sehen?

    Danke sehr!

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