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Montag, 30. Dezember 2013

MEISTER DACHS UND SEINE FREUNDE (Once Upon A Forest 1993 Charles Grosvenor)


Drei tierische Waldbewohner ziehen hinaus in die Ferne, um eine seltene Pflanze zu suchen, die ihrer nach einem Unfall verletzten Freundin dabei helfen soll wieder gesund zu werden...


Im Wald wie auf dem Aktienmarkt: Mit dem Dachs geht's rauf und runter...  

Was soll dieser Film? Die Geschichte ist zu kompliziert für die kleinen Kinder (die mit angeschnittenen Themen wie Gospelgesang und Rheuma nichts anfangen können) und zu brav für die größeren. Im groben könnte man die Geschichte als einen Mix aus "In einem Land vor unserer Zeit" und "Asterix in der Schweiz" vergleichen. Die eher lahme Geschichte ist witzarm erzählt, wechselt pseudo-dramatische Szenen mit möchtegern actionhaltigen (Vogelattacke, ...) und leidet unter einer zu gewollten Sozialkritik. Nichts von Letztgenanntem wirkt ehrlich. Frei nach dem Motto: die Kinder werden schon fressen was wir ihnen vorwerfen. 

Die Zeichnungen wirken wie aus einer Zeichentrickserie entliehen, sind also auch nicht der Erwähnung wert, erst recht für einen Kinofilm. Die Charakterzeichnung der Figuren ist schlicht, und wieder einmal dachten die Verantwortlichen des Streifens es müsse unbedingt Musik eingebaut werden, weil is‘ ja Zeichentrick, gell?. Tja, und wer sollte bei all dem Jammern noch staunen, wenn ich nun verrate dass auch diese Lieder maximal als routiniert bezeichnet werden können. 

Man kann Kinder zwar bedenkenlos vor dieses Filmchen setzen, aber wieso sollte man das tun, wenn es so viel brauchbare Konkurrenz gibt, die eher auf Kinder verschiedenen Alters zugeschnitten sind. Da man den sicheren Weg wählte und sich stets von Altbewährtem schlecht inspirieren ließ, bleibt das ganze Werk dennoch gerade eben noch guckbar.

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