Donnerstag, 26. Februar 2015

13 EERIE (2013 Lowell Dean)


Auf einem ehemaligen Militärgelände prüft ein Professor seine besten Studenten in ihrem forensischen Können. Er stellt Unfallorte mit Leichen aus der Pathologie nach, nichts ahnend dass sich in der Umgebung auch ein paar Leichen eines alten Militärexperimentes befinden. Diese erwachen zu neuem Leben und machen Jagd auf die Besucher...


Wo sind denn die Autoschlüssel?...

Bei einem Zombiefilm denkt man mittlerweile unweigerlich an das Ende der Zivilisation, eine von Untoten überrannte Welt und an eine Gruppe Menschen die einfach nur überleben will. Lowell Dean, der kürzlich Genre-Freunden mit „WolfCop“ ein kleines Geschenk gezaubert hat, geht mit seinem Regie-Debut „13 Eerie" einen Schritt zurück und erzählt uns lediglich von einem abgelegenen Ort, in welchem eine Gruppe Menschen von Zombies attackiert wird. Das hat keine erkennbare Auswirkung auf die Zukunft der Menschheit, sondern lediglich auf die Lebensdauer der Protagonisten.

Als Hintergrund dient ein Militärexperiment wie einst in „The Return of the Living Dead“, was jedoch nicht näher beleuchtet wird. Warum auch? Dass es eines gab reicht bereits als Information. Rennende Tote wie heutzutage üblich gibt es nicht zu sehen, schlurfende a la „Die Nacht der lebenden Toten“ jedoch auch nicht. Mit recht strammen Gang, vergleichbar mit dem von Jason aus den „Freitag der 13.“-Filmen, verfolgen sie ihre Opfer und sind auch nicht gerade zimperlich im Umgang mit diesen. Selbst in der gekürzten Fassung geht noch ordentlich die Post ab, da wird ausgeweidet und anderweitig verletzt und das ganze glücklicher Weise alles handgemacht. Ade ihr blöden Computereffekte!

Die Gruppe zukünftiger Forensiker ist glücklicher Weise auch kein hilfloses Trüppchen wie in den meisten Horrorwerken mit nervigen Teenagern im Zentrum, aber es dauert bis ihnen klar ist was gerade vor Ort geschieht, was durch die Geschichte recht glaubwürdig erklärt wird, zumindest für einen Horrorfilm. Bis auch der Rest den Untoten den Kampf ansagt, darf eine einzelne Studentin in einer Hütte über sich hinaus wachsen, was sicherlich nicht zufällig an Ash aus „Tanz der Teufel“ erinnert, wenn nicht sogar mehr noch an dessen Fortsetzung, jedoch lediglich augenzwinkernd erzählt und nicht komplett humoristisch umgesetzt wie dort.

Nicht immer erscheint alles logisch in dem anfänglich sogar recht konstruierten Plot, aber zumindest haben wir es hier nicht mit einem Haufen gedankenfreier Volldeppen zu tun, sondern mit Menschen die strategisch denken können, was dem Sehwert ebenso gut tut, wie das vergammelte Aussehen der Zombies. Ihre Auftritte sind tatsächlich der Höhepunkt des Streifens, so wie es eigentlich ohnehin sein sollte. Und mögen sie auch nicht klassisch dem Erdboden entsteigen, so brechen sie zumindest gern durch die Bodenlatten der Hütten durch, was als Ersatz ebenfalls zu gefallen weiß.

Lediglich eine kürzere Laufzeit hätte „13 Eerie“ nicht geschadet. Man bemerkt im letzten Drittel dann doch dass Zeit gestreckt wird und sich das Szenario zu oft wiederholt, bevor es mit gutem Tempo schließlich Richtung Finale geht. Neu ist hier Story-technisch nichts, aber die Art wie Lowell Dean Altbekanntes serviert weiß Fans des Genres zu gefallen, und jenen mit Nostalgie-Touch aufgrund der Orientierung auf ältere Werke um so mehr. Von daher ist „13 Eerie - We Prey For You“ (Alternativtitel) mit Sicherheit kein Fehlgriff, sondern ein netter, kleiner Zwischendurch-Verzehr, der wesentlich mehr zu gefallen weiß als lieblose Stangenware a la „ZombeX“, „Zombie King“ oder „Terror Z“.


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