Sonntag, 20. September 2015

BOGGY CREEK - DAS BIGFOOT MASSAKER (Boggy Creek 2010 Brian T. Jaynes)


Jennifer erbt von ihrem heißgeliebten Vater jene Hütte am Boggy Creek, in der sie oft ihre Kindheit verbracht hat. Zusammen mit Freunden fährt sie für ein paar Urlaubstage hin und lernt ihren Nachbarn kennen, der sie vor einer Kreatur in den Wäldern warnt. Gemeint ist freilich der für diese Gegend berühmte Bigfoot, an dessen Existenz Jennifer nicht glaubt. Aber sie soll schnell merken, dass sie sich irrt...


Mehr Trauerverarbeitung als es dem Zuschauer gut tut...

Wer bei „Boggy Creek“ auf einen zweiten „Abominable“ hofft, was schon kein großer Wunsch mit hohem Anspruch wäre, wird bitter enttäuscht werden. Das Debut von Regisseur Brian T. Jaynes, der mittlerweile u.a. auch „Humans vs. Zombies“ und „Bigfoot Wars“ auf die Menschheit losgelassen hat, ist ein Langeweiler hoch zehn, so enorm wie er im Selbstmitleid der Heldin badet und allein in den ersten 25 Minuten von kaum etwas anderem zu berichten weiß.

Ständig will das junge Ding allein sein, suhlt sich in Erinnerungen, und der Zuschauer muss geduldig warten bis Jaynes ihm etwas anderes vorsetzt als kurze Filmfragmente der Bestie, die immer wieder eingestreut werden, damit der Zuschauer nicht vergisst welche Art Film er ursprünglich sichten wollte. Die Dramaturgie ist flach, die Schauspieler nicht viel besser, aber die Kameraführung ist tatsächlich völlig unter aller Kanone und verweigert „Boggy Creek“, der bis auf das zentrale Monster nichts mit den Boggy Creek-Filmen aus den 70er und 80er Jahren zu tun hat, jeglichen Sehwert.

Ein paar härtere Goreeffekte als für solch einen soften Horror üblich und die recht nett zurecht gemachte Kreatur sind der einzige Lichtblick in einem uninspiriert heruntergefilmten Werk, welches nicht einmal Vielseher hinter dem Ofen hervor lockt. Es ist um Yetis und Bigfoots nicht gut bestellt in der Welt des Kinos, des TVs und des Videos. Weiß der Geier warum ich immer wieder darauf hoffe doch noch etwas gutes zu diesem Thema sichten zu dürfen. Der kleine, sympathische „Abominable“ scheint der einzige Lichtblick diesbezüglich zu bleiben.


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