Mittwoch, 20. Januar 2016

PRESIDENT'S DAY - AXE MASSACRE (President's Day 2010 Chris LaMartina)


Auf einer Highschool geht während der Schülerratswahl-Phase ein Axtmörder mit Abraham Lincoln-Maske um...


Abraham folgt Ronald...

Sichtlich um den Retro-Charme der damaligen 80er Jahre Slasherfilm-Welle bemüht, scheitert dieses sympathische Vorhaben an seiner Kostengünstigkeit, die „President‘s Day“ (Originaltitel) keine Chance gibt aus den Hufen zu kommen. Der Film schaut sich zu lahm, die Technik haut nicht vom Hocker, und in der Deutschfassung wird auch der allerletzte Reiz durch eine üble Synchronfassung gekillt.

Aber auch ohne dieses Zutun bekommt Chris LaMartinas Werk nicht wirklich etwas gebacken. Die meisten Morde finden im Off statt, die Darsteller sind zwar sichtlich bemüht, aber überhaupt nicht talentiert, und die Abraham Lincoln-Maske weiß nicht zu überzeugen, was jedoch nicht schlimm ist, da die Kamera den Killer nie gekonnt einzufangen weiß. Das wiederum passt zur Restinszenierung eines billig abgedrehten Filmes, der nicht den leisesten Hauch von Atmosphäre versprüht. Anfangs macht sich aufgrund des Retro-Versuchs auf Amateurfilm-Basis ein Hauch Charme breit, aber auch beim besten Willen dem Streifen eine faire Chance zu geben bleibt dieser Pluspunkt nicht lange erhalten.

Lediglich die Frage wer denn nun der maskierte Mörder ist, wird nicht zu früh aufgedeckt. Möglichkeiten gibt es viele, ein versehentliches verfrühtes Verraten findet nicht statt. Eventuell findet noch wer Gefallen an der Musikuntermalung, die hin und wieder den Bereich des Hardrocks hinzumischt. Trash-Freunde bekommen zudem noch etwas zu schmunzeln, wenn man laut „President‘s Day - Axe Massacre" an einer verkohlten Nase sterben kann. Viel mehr weitere wirklich sprudelnde unfreiwillige Komik will jedoch trotz des vorhandenen Unvermögens nicht wirklich aufkommen.

Alles weitere macht das magere Budget zunichte, so dass der Horror-Freund, der einen Slasher mit einem Mörder im Präsidenten-Kostüm erleben möchte, lieber zu David Arquettes unterschätzten „President Evil“ greifen sollte, der zwar keinen Abraham Lincoln bereit hält, dafür aber den ollen Ronald Reagan. „President‘s Day“ ist müde Ramschware und leider nicht so schundig unterhaltsam wie die meisten anderen Billigproduktionen, in denen Shawn C. Phillips sonst so mitspielt.


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