04.04.2020

GOLDORAK - KAMPF DER WELTEN (UFO robo: Gurendaizâ 1975 Tomoharu Katsumata u.a.)


Duke ist von der Vega auf die Erde geflüchtet und in der Obhut von Dr. Umon gelandet. Doch der düstere König von Vega versucht mit seinen Maschinen auch die Erde zu erobern. Gemeinsam mit seinen Freunden kämpft Duke gegen den übermächtigen Gegner...


Planetenraupe Nimmersatt...

"Goldorak - Kampf der Welten" scheint ein Zusammenschnitt der Serie "UFO robo Gurendaizâ" zu sein, die ab 1975 in Japan erschien, und der noch drei Kurzfilme folgen sollten. Ein Kinofilm zur Serie ist in der IMDb nicht gelistet, als solcher ist er mit dem eingangs genannten Titel 1979 in Deutschland auf der großen Leinwand gelaufen. Aus technischer Sicht ist er ohnehin nicht mit tatsächlich fürs Kino konzipierten Animes dieser Zeit, a la "Space Firebird 2772", zu vergleichen. Der war zwar auf dem höchsten Stand und ließ auch manch andere Kinoauswertung weit hinter sich, aber die von "Goldorak - Das Monster vom Planet Wega" (Alternativtitel) ist besonders schlicht, da sehr kostengünstig, ausgefallen, was tatsächlich für eine TV-Serien-Animation spricht. Selbiges gilt für den Handlungsablauf, der letztendlich ohne nennenswerte Alibi-Handlung von einer Kampfsequenz zur nächsten hüpft, was auf Dauer sicherlich nur Kinder zu unterhalten weiß, so extrem wie es ein erwachsenes Publikum zu unterfordern weiß.

Kurz eingebrachte Komikmomente auf der Erde ließen mich aufgrund des völlig anderen Charakterdesigns der Figuren zunächst vermuten, dass die Europäer am Werk herum gedoktort haben und Sequenzen aus einem anderen japanischen Zeichentrick hinzu schnitten, aber dem ist nicht so. Die Figuren kommen tatsächlich in der Originalreihe vor. So simpel "Goldorak gegen den fliegenden Roboter" (Alternativtitel) auch ausgefallen sein mag, dank seiner Kinoveröffentlichung hat er hierzulande eine respektable Synchronisation erhalten und wird beim Sichten somit nicht zu einem solch nervigen Produkt wie die deutsche DVD-Veröffentlichung von "Voltron", einer Serie die durch ihr 10 Jahre späteres Erscheinen in Sachen Animation trotz schlichter Herangehensweise im Vergleich die Nase vorn gehabt hätte. Doch dessen miesen Unterhaltungswert weiß der eigentlich keine richtige Geschichte besitzende "Goldorak - Der tödliche Roboter" (Alternativtitel) allein durch seine professionellere Vertonung locker zu überbieten, was man kaum meinen sollte. Denn bis auf manch interessantes Monsterdesign der Maschinen hat "Goldorak - Die unüberwindliche Kampfmaschine" (Alternativtitel) nichts zu bieten, was zig andere Produkte dieser Zeit aus Japan ebenfalls bieten würde.

Die Figuren sehen typisch aus, das Prinzip der einzelnen Elemente, die durch Zusammenführung zur gemeinsamen Superwaffe werden, ist häufig anzutreffen, und die Flugmaschinen sind ebenso klassisch austauschbar gehalten. Die arg simpel und naiv dargebotenen Dialoge orientieren sich an ein Jugendpublikum und versuchen auf sehr plumpe Art Situationen und Empfindungen zu vermitteln, oder auch inhaltliche Zusammenhänge zu knüpfen. Letztendlich gibt es bis auf jede Menge Kampf-Action per Flugsequenzen allerdings kaum etwas anderes zu sichten, was auf fast 90 Minuten zusammengeschnitten dann doch etwas arg ermüdend ausfällt, selbst wenn man zuvor mit einem simplen Ergebnis rechnet. Es ist dennoch schön, dass sich dieses fast vergessene Stück kuriose Kinogeschichte in Deutschland mittlerweile auf DVD verirrt hat, veröffentlicht von SchröderMedia. Neugierige Gemüter, wie meine Wenigkeit, werden von solch unbekannten Produkten stets angelockt, und ich bin dankbar für jede finanziell mutige Veröffentlichung derartiger Streifen, auch wenn es in diesem Falle schöner gewesen wäre, man hätte uns hierzulande die komplette Serie beschert. annehmbar


OFDb

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