Freitag, 8. Februar 2013

JEEPERS CREEPERS 2 (2003 Victor Salva)


Das Monster ist noch immer auf der Suche nach geeigneten Körperteilen. Da kommt ihm ein Bus voller Basketballspielern samt Anhang gelegen...


Mein Bus ist meine Festung...

Teil 2 ist ein locker flockiges kleines Teenie-Horrorfilmchen, nicht mehr und nicht weniger, und was anderes will es auch scheinbar gar nicht sein. Damit das ganze auf sympathischen Durchschnitt funktioniert hat der Film zwei Trümpfe. Zum einen spielt der Film am letzten entscheidenden Tag des Jahres in dem Teil 1 spielte, und zweitens war man sich eines Mankos aus Teil 1 bewusst: der Vorgänger war ein toller Horrorfilm, sehr gruselig und flott, doch mit Erscheinen der Kreatur verpuffte einiges an Wirkung im letzten Drittel.

Das Zeigen der Kreatur konnte man nicht rückwirkend machen, aber dafür sehen wir das Vieh in der Fortsetzung meist nur im Dunkeln, oft nur aus der Ferne betrachtet und nur hin und wieder in deutlicher Großaufnahme. Das tut der Atmosphäre recht gut und macht die für einen eigentlich recht hohlen Teenfilm gelungene klaustrophobische Bussituation nicht kaputt. Diese lebt jedoch mehr von den Differenzen in der Gruppe a la "Die Nacht der lebenden Toten" als vom eben erwähnten psychologischen Effekt, aber er ist immerhin vorhanden.

Die Darsteller spielen recht durchschnittlich, haben die üblichen Nerv- und Heldenrollen, aber sie werden mitsamt ihren Dialogen so in Szene gesetzt, dass man sich unterhalten fühlt und häufig mit ihnen mitfiebert. Aufgrund der minimalen Situation und den geringen inhaltlichen Möglichkeiten halten sich Unlogiken erfreulich zurück, lassen sich aber auch nicht komplett ausgrenzen. So unsinnig ein gut beleuchtetes Feld in der Nacht auch ist, rein von der Wirkung her ergibt diese Optik ein unbehagliches Gefühl beim Betrachter und somit ist es eine sehr wirkungsvolle Location.

Die Schluss-Szene ist so unnötig wie meist in solchen Filmen, das Finale der Hauptgeschichte ist, so wie der komplette Film, o.k. ohne nennenswerte Höhe- oder Tiefpunkte. So grandios wie die erste Stunde aus Teil 1 ist hier nichts. Und so kann das letzte Drittel in Teil 2 dann auch nicht derart enttäuschen wie dort. Wenn man bei Teil 2 erst einmal die Routine akzeptiert hat wird man auch weiterhin positiv auf dieser Ebene bedient.

Mir hat es gefallen, allerdings nicht gut genug um mich auf einen Teil 3 zu freuen. Dieser müsste ohnehin recht weit in der Zukunft spielen um den Vorgängern nicht komplett zu widersprechen, und solange man Teens als Zielpublikum sieht, sollte man in dem Falle doch lieber die Hände von einem solchen Projekt lassen.


Trailer,   OFDb

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