15.03.2020

SAW 7 - VOLLENDUNG (Saw 3D 2010 Kevin Greutert)


Nachdem er der Falle Jills entkommen ist, geht Detective Hoffman auf privaten Rachefeldzug. Um herauszubekommen, wo sie versteckt gehalten wird, nutzt er das letzte von Jigsaw geplante Spiel zur Ablenkung. In diesem muss sich ein gewisser Bobby seinen Lügen stellen, gab er sich doch in der Öffentlichkeit als einer der Überlebenden eines Jigsaw-Spiels aus, ohne je an einem teilgenommen zu haben, um aus seiner Geschichte Profit zu schlagen...


Schlüssel im Magen, Glasflasche in der Tiefe, explodierender Autofriedhof...

Teil 7 ist tatsächlich darin bemüht einen Schlussstrich zu ziehen, mit welchem die Reihe doch noch enden kann, er wird somit nicht zum Etikettenschwindel. Viel zusammenwürfeln, um ein Ganzes zu bilden, muss er hierfür nicht, immerhin standen die Geschehnisse einer jeden Fortsetzung stets in direktem Bezug zu ihren Vorgängern. Dies funktioniert bei "Saw 7 - Vollendung", der wie der Originaltitel verrät in 3D gedreht wurde, jedoch nicht so unverkrampft wie in den meisten anderen Fortsetzungen. Selbst mit der entspannten Comichaltung, zu der ich zur bestmöglichen Sichtung der "Saw"-Filme rate, ärgern einige Ungereimtheiten der innereigenen Logik der Reihe. So bleibt es z.B. unverständlich, warum Hoffman, trotz der finalen Ereignisse im Vorgänger, noch immer darin bemüht sein sollte, Jigsaws Werk zu vollenden. Und auch der finale Überraschungskniff, der arg bemüht darin ist den Rest der Reihe wieder etwas mehr mit Teil 1 in Verbindung zu bringen, will nicht gerade glaubwürdig erscheinen und leidet unter ähnlichen Schwächen, wie die Mittäterauflösung aus "Saw 4" seinerzeit.

So wenig der persönliche Krieg zwischen Hoffman, dem toten Jigsaw und dessen Witwe zu interessieren weiß, so passabel funktioniert zumindest das makabere Spiel mit einem Heuchler, der sich nun in der Rolle wiederfindet, die er in den Medien stets vorgab, um ordentlich Geld zu kassieren: ein Opfer von Jigsaws Spielen zu sein. Das ist zwar nicht so flott inszeniert und so nah an greifbaren Charakteren angelehnt, wie es noch in "Saw 6" der Fall war, aber es weiß so gerade eben noch zu funktionieren, wenn auch nicht frei von Ermüdungserscheinungen umgesetzt, denn wahrlich neue Ideen haben die Autoren nicht gerade im Gepäck. Einzig die perverse Idee um einen Schlüssel, der an einem Faden befestigt durch den Mund aus dem Magen einer bedrohten Person gezogen werden muss, während diese nicht laut werden darf, lässt wieder jene Brutalo-Kreativität aufkommen, die in den besten Momenten der Reihe die Zuschauer schockierte. Insgesamt kommt der Plot aber nicht mehr so interessant und locker inszeniert daher, als in den meisten Teilen bisher. "Saw 3D" (Originaltitel) guckt sich etwas zu verkrampft und bemüht darin alles abzuschließen, inklusive seiner nicht wirklich zünden wollender Überraschungen dessen was uns bisher an Wissen vorenthalten wurde. Zum einmaligen Schauen geht Kevin Greuters zweite Regie-Arbeit innerhalb der Reihe aber noch einmal in Ordnung. 2/5


Trailer,   OFDb

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