STUNG (2015 Benni Diez)


Plötzlich auftauchende Riesenwespen sprengen eine Gartenparty, indem sie fast alle Gäste töten. Lediglich das Catering-Team kann sich zusammen mit den Gastgebern, dem Bürgermeister und einer Angestellten ins Haus retten. Doch auch dort ist man nicht lange sicher vor den mutierten Insekten, welche die Menschen als Wirt nutzen...


Angriff der Riesenwespen...

Seit es in den 50er Jahren mit „Formicula“ begann, suchen Rieseninsekten immer wieder den Bildschirm heim, ob als Kino-, Video- oder TV-Produktion. Seit der 00er Jahre mehren sich die schrottig am Computer gepixelten Fernsehversionen eines einst reizvollen Sub-Genres, aber die etwas besser produzierten Filme gibt es doch noch ab und an, und zu denen darf sich „Stung“ zählen, der seine Riesenwespen sympathisch handgemacht präsentiert, so wie es einst zu „Mosquito“- und „C2 - Killerinsect“-Zeiten üblich war. Wie üblich für heutige Zeiten packt man das bereits bekannte, da stets ähnlich erzählte, Szenario in einen humororientierten Unterton, doch so sehr man es auch versucht, so wirklich situationskomisch, geschweige denn witzig dialogreich sind die auf leicht amüsant angelegten Figuren nicht ihren Geschehnissen ausgesetzt, so dass ein wirklich amüsantes Happening a la „Grabbers“ und „Monster Man“ nicht aufkommen will.

Das ist ein wenig fatal, denn rein inhaltlich folgt man an sich nur brav dem altbackenen Pfad. Der mag nie auf der Stelle treten, aber Regisseur Benni Diez, der den Film u.a. per Filmförderung finanziert bekam, schrammt trotzdem manchmal nur knapp an der Langeweile vorbei, obwohl er z.B. sichtlich bemüht ist augenzwinkernd mit der obligatorisch integrierten Love Story umzugehen. Aber auch die möchte nie wirklich anstecken, ob nun humoristisch als Stinkefinger verstanden, oder als tatsächliche Liebesgeschichte wahrgenommen. Wie dem Rest des Filmes so fehlt auch dieser der nötige Schwung, der letzte Schliff, das letzte Stück Sympathie um aus „Stung“ mehr zu machen als ziemlich belanglose Routine, die sich immer wieder zu sympathischen Momenten aufrafft.

Der Sohn der Gastgeberin weiß mit seiner freakigen, introvertierten Art zu gefallen. Leider wird er nach seinem vom Zuschauer wahrgenommenen Tod dann aber doch noch für skurriler Zwecke eingesetzt, so dass auch eine solche Figur per Übertreibung nicht mehr so ganz funktionieren will. Das Schluss-Szenario nach dem angeblichen Sieg über die Riesenwespen weiß zu gefallen und schließt mit einem konsequenten, wenn auch nicht sonderlich innovativen Schlusswitz. Und auch Lance Henriksen als Teil der Besetzung kann man nur als Pluspunkt eines solchen Streifens ansehen, auch wenn der gute Mann ein Vieldreher ist, dem die Qualität der Filme, in denen er auftaucht, ziemlich schnuppe ist. So oder so kann man sich „Stung“ als Liebhaber dieser Art Film aufgrund seiner handgemachten Art ruhig mal geben, man kann es aufgrund seiner Einfallslosigkeit aber auch lassen. Da muss jeder für sich wissen ob solch durchschnittlicher Stoff sich für einen lohnt oder nicht. Wirklich falsch machen kann man mit „Stung“ bei wenig Erwartung aber eigentlich nichts.


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