ATTACK OF THE KILLER DONUTS (2016 Scott Wheeler)


Das frisch entwickelte Serum eines Wissenschaftlers zur Erweckung lebloser Zellen gerät versehentlich in die Friteuse einer Donutbäckerei und lässt das dort produzierte Backwerk zu mörderischen kleinen Monstern mutieren, von deren Verzehr dringendst abzuraten ist...


Zahnendes Gebäck...

"Attack of the Killer Donuts" mag der anarchistische Ton seines Vorbilds "Angriff der Killertomaten" und der Einfallsreichtum dessen Fortsetzung "Die Rückkehr der Killertomaten" fehlen, ein überraschend unterhaltsames Billigprodukt zu Zeiten übler The Asylum-Produktionen ist der Film, dessen Titel keine Fragen über den Inhalt offen lässt, aber sehr wohl geworden. Zumindest trifft dies auf jene Zuschauergruppe zu, die sich weder vom Titel abschrecken lässt, noch all zu viel von solch einem Stoff erwartet. Aber mehr Kreativität als in den üblichen Werken eben genannter Produktionsschmiede ist definitiv zu erkennen, so kurzweilig und freiwillig belustigend wie die Horror-Komödie um die mordenden Donuts schließlich ausgefallen ist. Mut machte mir persönlich bereits der Verweis auf dem DVD-Cover, dass die Verantwortlichen von "Sand Sharks" für den Film verantwortlich sind, hat mir dieser doch tatsächlich aufgrund seines treffsicheren, wenn auch simplen Humors wegen gefallen.

Den Regisseur wird der Autor dieser Werbezeile aber wohl kaum gemeint haben, hat dieser doch nicht besagten Sandhai-Horror verzapft, sondern den weitaus schlechteren "Snow Sharks". Auch seine Regieunterstützung bei "The Terminators" kann nicht als Vorbild herhalten, ist der doch noch schlechter inszeniert. Und ob sein "Transmorphers 3" besser ausgefallen ist als der von mir gesichtete und von einem anderen Regisseur umgesetzte "Transmorphers", darf zumindest angezweifelt werden. Es muss also wer anders vom "Sand Sharks"-Team für "Attack of the Killer Donuts" verantwortlich gewesen sein, und dieser Irgendwer, der mir nicht wichtig genug ist um seine Identität herauszufinden, wird dem Versprechen gerecht, ist der hier besprochene Streifen doch nicht minder unterhaltsam als der Vergleichsfilm, und glücklicher Weise ist er dies ohne zwischendurch auch nur kurzzeitig schwächer zu werden. Das von Anfang an gegebene hohe Tempo wird stets aufrecht erhalten, getragen von Figuren, die zu oberflächlich sind um sie Charaktere zu nennen, aber lebendig genug um dem Streifen genügend Sympathie zu bescheren.

Nicht all zu einseitig im Klischee badend, wenn auch absichtlich als Stereotype konzipiert, versprühen sie genügend Individualismus, um ein so simples Produkt wie dieses zum Funktionieren zu bringen. Ein treffsicher humorvolles Drehbuch und billige Computeranimationen der angenehmen Art, tragen ihr übriges dazu bei aus "Attack of the Killer Donuts" einen kurzweiligen Beitrag der Sorte unsinniger Film werden zu lassen und das Einschalten nicht bereuen zu lassen. Zumindest wissen die Verantwortlichen des Streifens worauf es ankommt, das Ergebnis ist kein Zufallsprodukt, alles kommt so herüber wie es gewollt ist, von daher kann nur wer Probleme mit dem Ergebnis dieses Werkes haben, der schlichtweg nicht zum Zielpublikum gehört. Der Titel setzt es theoretisch zwar voraus, aber für alle die sich trotzdem nicht sicher waren: "Attack of the Killer Donuts" ist freilich eine Horror-Komödie mit Schwerpunkt Komödie anstatt Horror. Einige CGI-Blutspritzereien und derb getrickste Fäkalsituationen sind der einzige Unterschied zur Zutatengewichtung familienfreundlicher Genre-Beiträge a la "Ghostbusters" und Co, wahrscheinlich hat er es deswegen auch auf eine FSK 16 gebracht. Wer aber Humor, und gerade Klamauk, im Horrorbereich so gar nicht seine Vorliebe nennt, sollte einen großen Bogen um diesen Film machen. Kindgebliebene Große, die dann gerne mal unter Niveau lachen, wenn der Humor situations- und treffsicher zu nennen ist, können in diesen herrlich angenehmen Unfug ruhig einmal reinschalten.


Trailer,   OFDb

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen